Rucksack für Kunstherzpatienten: Von der Entwicklung bis zur Marktreife

26.2.2019
Vad Blog Weiterentwicklung

Vor 2 Jahren haben wir aus dem Klinikum Karlsburg die Anfrage aus der Kardiochirurgie erhalten, ob wir auch einen Rucksack für Kunstherzsysteme im Portfolio haben, sodass die ca. 4 kg des Systems nicht länger nur in einer Schultertasche getragen werden. Bis dato hatten wir einen solchen Rucksack nicht in der Kollektion, aber waren dankbar über das Interesse und haben so einen ersten Prototypen für VAD-Patienten entwickelt. Der Rucksack verfügt über einen tief gehenden seitlichen Reißverschluss, bei dem die Driveline auf kurzem Weg vom Rucksack bis zum Körper gelangt. Die Tasche vom Systemhersteller (Heartware/Heartmate) wird komplett in den Rucksack gelegt und ist so sicher verstaut. Ein Extra-Fach für Wertsachen und wasserabweisendes Material machen den Rucksack alltagstauglich. Der Prototyp hat bei Patienten aus dem Klinikum Karlsburg Anklang gefunden und wurde so der MediTex® Kollektion zugefügt. Im Gespräch mit Prof. Dr. Schmitto, Herzchirurg an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und Koryphäe auf dem Gebiet der Kunstherzimplantationen haben wir im Januar 2019 den Rucksack weiterentwickelt. Die erweiterte Version ist eine komfortablere Variante mit zusätzlich abgepolsterten Trageriemen und Rückenteil, einem Brustgurt und Farbauswahl. Wir sind immer dankbar über Praxismeinungen und schätzen die Weiterentwicklung des Rucksacks gemeinsam mit der MHH sehr. Die Rucksack-Variante aus 2017 ist nun unser „Heartbag Basic“ für preissensible Patienten und der neue Rucksack, entwickelt in 2019, unser „Heartbag Premium“.

Soweit nicht genug. Wir stecken derzeit mitten in den Entwicklungen für einen weiteren Rucksack-Typen, motiviert durch einen Patienten an der MHH, der sich selbst einen Rucksack für sein System umgebaut hat und dankbar, dass wir ihm nun eine maßgeschneiderte Variante anbieten können. Dieser neue Rucksack-Typ soll die Steuersysteme einzeln halten und fixieren. Auch das Zusatzequipment, welches jeder Patient bei einem Notfall mit sich tragen sollte, wird Platz in der neuen Variante finden. Wir haben dem Kind auch bereits einen Namen gegeben: „Heartcase“. Gemeinsam mit unserem Hersteller „Heynaht“ aus Rostock freuen wir uns auf das Ergebnis und berichten euch davon!